Geschichte

Rodelhaus

Geschichte

Die Wurzeln des Rodelhauses liegen im Rodelsport. 1924 hatte der heimatliebende Kaufmann und Stadtrat Heinrich Spiekermann den Gedanken, den „Rodel-Club Neheim“ zu gründen. Bürgermeister Dr. Lehmann, viele Lehrer, Sportler und Unternehmer unterstützten die sportliche Idee. Vom 289 Meter hohen Basenberg verlief die Rodelbahn über das Schwiedinghauserfeld bis ins Ruhrtal. 1925 baute der Rodelclub ein Blockhaus, die Rodelhütte, um im Winter wärmende und im Sommer erfrischende Getränke zu reichen. Die Rodelbahn war nur ein kleiner Teil eines riesigen Freizeitprojekts, des „Neheimer Schwimm- und Luftparks auf einem herrlichen Fleckchen Erde“ wie der Arnsberger Regierungspräsident König bei der Grundsteinlegung hervorhob. Zur körperlichen Ertüchtigung und Freizeitgestaltung der Einwohner der späteren „Stadt der Leuchten“, Neheim-Hüsten, entstanden Freibad, Waldstadion, Radrennbahn, Wanderwege und ein Heimatgarten. Aus der kleinen Rodelhütte entwickelte sich das heutige Rodelhaus; der einzige Hotel- und Gaststättenbetrieb in Deutschland mit diesem Namen. Die einmalige Lage mit Blick auf Neheim und die Sauerländer Berge machte es schnell zu einem Besuchermagneten. Früher spielte zu Pfingsten die Stadtkapelle auf, und der Schnadegang endete traditionell bei Willi Kossmann, dem Rodelhauswirt. Sohn Ernst baute 1975 die Banketträume und den Hotelbetrieb.